Württembergische BasisRente Genius Vorsorge 2026: Tarife, Fonds und Kosten im Detail-Check

Die Württembergische Lebensversicherung AG gehört zur W&W-Gruppe und ist traditionell stark im Vermögenaufbau verankert. Wer heute eine Rürup Rente bei dem Stuttgarter Anbieter sucht, stößt auf eine fundamentale Marktverschiebung: Das klassische Lebensversicherungs-Neugeschäft mit Höchstrechnungszins wurde komplett eingestellt. Stattdessen läuft alles über die Plattform „Genius Vorsorge“. Das bedeutet für die Basisrente: Keine starren Zinsgarantien mehr, dafür freie Fondsauswahl, hybride Modelle und ein starker Fokus auf ETFs.
Was die Württembergische im Marktvergleich besonders positioniert: Der konsequente Abschied vom klassischen Garantiezins. Wer hier abschließt, bekommt keine statische Verzinsung mehr, sondern ein modernes Baukastensystem, das auf breite Streuung und Kosteneffizienz setzt. Allerdings: Die Abschlusskosten sind im Branchenvergleich eher im oberen Drittel angesiedelt, was die Basisrente vor allem für Steuerstarkzahler attraktiv macht, die diesen Nachteil über den Sonderausgabenabzug kompensieren.
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- ETF-Power – Dachfonds mit 70 % Gewichtung und über 60 Einzelfonds
- Steuermaximum 2026 – Bis zu 30.826 € (Singles) absetzbar
- Nachhaltigkeit – Zertifizierte ESG-Fonds speziell für Genius Tarife
- Kosten-Sparhebel – Geringere Verwaltungslast durch Zuzahlungen ab 250 €
- Hybrid-Option – Tarif ABRH mit Schwankungspuffer für Sicherheitsorientierte
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Das Wichtigste im Überblick: Württembergische Basisrente auf einen Blick
- Württembergische bietet Basisrente ausschließlich als fondsgebundene Genius Vorsorge an – kein klassisches Neugeschäft mehr
- Über 60 Einzelfonds plus ETF-Dachfonds mit 70 % Gewichtung stehen zur Auswahl
- Steuermaximum 2026: Bis zu 30.826 € (Singles) bzw. 61.652 € (Verheiratete) als Sonderausgaben absetzbar
- Zwei Haupttarife: Hybrid-Variante ABRH und reine Fondslösung FBRH mit unterschiedlichen Sicherheitsniveaus
- Abschlusskosten von 2,5 % der Beitragssumme – durch Zuzahlungen ab 250 € reduzierbar
- Besonders geeignet für Selbstständige mit hohen Gewinnen und gutverdienende Angestellte
✅ Württembergische Genius BasisRente – Das Wichtigste in Kürze
- Komplettumstellung auf „Genius Vorsorge“: Keine klassischen Rürup-Tarife mit Garantiezins mehr im Neugeschäft. Der Versicherer setzt voll auf fonds- und indexgebundene Lösungen.
- Fondsmacht: Über 60 Einzelfonds und ein ETF-Dachfonds, der mit 70 Prozent im Portfolio gewichtet wird.
- Steuermaximum 2026: Bis zu 30.826 Euro (Singles) bzw. 61.652 Euro (Verheiratete) als Sonderausgaben absetzbar.
- Kostenfalle vermeiden: Abschlusskosten von rund 2,5 Prozent der Beitragssumme – wer den Mindestbeitrag wählt und per Zuzahlung (ab 250 Euro) spart, drückt die Effektivlast.
- Gesetzliche Fessel: Als Basisrente ist der Vertrag strikt an die lebenslange Verrentung gebunden, Entnahmen vor der Rente sind ausgeschlossen.
- Nachhaltigkeit im Fokus: Zertifizierte ESG-Fonds speziell für die Genius Tarife verfügbar.
- Rating: Fitch A+ für die Württembergische Lebensversicherung AG (Stand 2025).
Die Tarifarchitektur der Württembergischen Rürup Rente im Detail
Statt eines dicken Produktkatalogs setzt der Versicherer auf ein modulares Baukastensystem. Die BasisRente Genius Vorsorge lässt sich in verschiedenen Anlageklassen zeichnen – und das ist kein Marketing-Gag, sondern eine echte strategische Entscheidung. Die Württembergische hat verstanden, dass Anleger 2026 unterschiedliche Risikoprofile haben und dementsprechend flexible Lösungen brauchen.
BasisRente Genius Vorsorge (Hybrid / Klassik, Tarif ABRH)
Wer noch an einer Art Sicherheitsanker festhalten möchte, wählt die Hybrid-Variante. Der Tarif ABRH verbindet klassische Bestandsführung mit fondsgebundenen Elementen. Allerdings: Eine klassische Beitragsgarantie bis 100 Prozent, wie sie früher üblich war, existiert in dieser Form nicht mehr. Der Versicherer nutzt hier eher Puffermechanismen und Schwankungsrückstellungen, um die Volatilität zu glätten.
Der Hybrid-Tarif ist interessant für alle, die zwar an der Börse partizipieren wollen, aber nicht die volle Härte von Marktschwankungen spüren möchten. Die Württembergische arbeitet hier mit einem sogenannten „Schwankungsreserven-Modell“, das in guten Jahren Überschüsse einbehält, um sie in schlechten Jahren als Puffer zu nutzen. Das ist nicht dasselbe wie eine Garantieverzinsung, aber immerhin ein gewisser Sicherheitsmechanismus.
Wichtig: Im Hybrid-Tarif ist die Fondsauswahl eingeschränkter als im reinen Fondstarif. Sie können nicht alle 60+ Fonds nutzen, sondern nur eine ausgewählte Liste von etwa 25 Fonds, die als „hybrid-tauglich“ eingestuft wurden.
BasisRente Genius (Fonds, Tarif FBRH)
Das ist das Arbeitspferd für Renditeorientierte. Die fondsgebundene Rürup Rente FBRH gibt dem Versicherten die Kontrolle über die Kapitalanlage. Es gibt keine Zinsgarantie, dafür partizipiert das Kapital voll an den Börsenentwicklungen.
Im FBRH-Tarif steht Ihnen die komplette Fondsliste mit über 60 Einzelfonds zur Verfügung. Sie können selbst entscheiden, ob Sie breit streuen möchten oder auf bestimmte Sektoren setzen wollen. Die Württembergische bietet hier auch ein Fondswechselrecht an – Sie können Ihre Anlagestrategie also anpassen, wenn sich Ihre Risikoneigung ändert oder Sie Marktentwicklungen anders einschätzen.
Achtung: Jeder Fondswechsel kann Kosten verursachen. Die Württembergische berechnet hier in der Regel 25 Euro pro Wechsel, wenn Sie mehr als zwei Wechsel pro Jahr durchführen. Die ersten zwei Wechsel sind kostenlos.
BasisRente invest 2.0 (Tarif FV25)
Eine neuere Spielart im Fondsbereich, die oft über Maklerpools vertrieben wird. Sie bietet eine nochmals verschlankte Kostenstruktur und fokussiert sich auf reine Fondslösungen ohne klassischen Überbau. Dieser Tarif ist besonders interessant für versierte Anleger, die genau wissen, was sie wollen und keine zusätzlichen Serviceleistungen benötigen.
Der invest 2.0 Tarif verzichtet auf einige der Komfortfunktionen der anderen Tarife – dafür sind die laufenden Kosten niedriger. Wer hier abschließt, sollte sich aber bewusst sein, dass er mehr Eigenverantwortung trägt und weniger Beratung in Anspruch nehmen kann.
Anlageformen & Fondsauswahl bei der Württembergischen Basisrente
Was die Kapitalanlage angeht, hält sich der Stuttgarter Anbieter nicht zurück. Über 60 Einzelfonds stehen zur freien Auswahl. Besonders spannend: Ein ETF-Dachfonds, der mit 70 Prozent im Portfolio gewichtet wird. Wer es klassischer mag, findet über 20 aktiv gemanagte Fonds.
Der ETF-Dachfonds – das Herzstück der Genius Vorsorge
Die Württembergische hat einen eigenen ETF-Dachfonds aufgelegt, der als Core-Investment für die meisten Verträge dient. Dieser Fonds investiert zu 70 Prozent in breit gestreute ETFs, die verschiedene Asset-Klassen abdecken: Aktien, Anleihen, Rohstoffe und Immobilien. Die übrigen 30 Prozent können in aktiv gemanagte Fonds fließen oder als Liquiditätsreserve gehalten werden.
Die Kosten: Der ETF-Dachfonds hat eine Gesamtkostenquote (TER) von 0,45 Prozent – das ist im Vergleich zu vielen aktiv gemanagten Fonds sehr günstig. Dazu kommen die Verwaltungskosten des Versicherers, die separat berechnet werden.
Die Strategie: Der Dachfonds folgt einem dynamischen Ansatz. In ruhigen Marktphasen wird der Aktienanteil erhöht, bei steigender Volatilität wird in defensivere Anlagen wie Anleihen oder Geldmarktfonds umgeschichtet. Diese Strategie soll helfen, größere Verluste in Krisenzeiten zu vermeiden.
Einzelfonds – die Bausteine für individuelle Strategien
Neben dem Dachfonds bietet die Württembergische eine breite Palette an Einzelfonds. Diese lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen:
- Aktienfonds: Regionale Fonds (Europa, USA, Asien), Sektor-Fonds (Technologie, Gesundheit, Nachhaltigkeit) und Themenfonds (Digitalisierung, Demografie, Klimaschutz)
- Anleihenfonds: Staatsanleihen unterschiedlicher Laufzeiten, Unternehmensanleihen (Investment Grade und High Yield), Inflationsgeschützte Anleihen
- Mischfonds: Ausgewogene Mischungen aus Aktien und Anleihen mit unterschiedlichen Risikoprofilen
- Immobilienfonds: Offene Immobilienfonds und REITs (Real Estate Investment Trusts)
- Rohstofffonds: Edelmetalle (Gold, Silber), Energie und Agrarrohstoffe
Nachhaltige Investments – ESG-Fonds bei der Württembergischen
Ein klarer Trend geht zu nachhaltigen Investments. Die Württembergische hat eine zertifizierte Liste ökologischer und sozialer Anlageoptionen aufgelegt, die explizit für die Tarife ABRH, ABRHE, FBRH und FBRHE freigegeben sind.
Die ESG-Fonds (Environmental, Social, Governance) folgen strengen Auswahlkriterien: Unternehmen aus den Bereichen Waffen, Tabak, Glücksspiel und fossile Energien werden ausgeschlossen. Stattdessen fließt das Kapital in Unternehmen, die führend in den Bereichen Klimaschutz, soziale Verantwortung und gute Unternehmensführung sind.
Beliebte nachhaltige Fonds:
- WWK Aktienfonds Nachhaltigkeit (aktiv gemanagt, Fokus auf europäische Nachhaltigkeits-Aktien)
- iShares MSCI World SRI UCITS ETF (breit gestreuter Welt-ETF mit Nachhaltigkeitsfilter)
- Xtrackers MSCI Europe ESG Screened UCITS ETF (europäische Aktien mit ESG-Kriterien)
- Union Investment UniGlobal Climate (Themenfonds Klimaschutz)
Kostenstruktur: Wo die Württembergische Rürup Rente teuer wird
Hier müssen wir ehrlich sein: Die Württembergische ist kein Discounter. Die Kostenstruktur ist traditionell eher im oberen Drittel angesiedelt. Das sollte niemanden abschrecken, aber Sie sollten genau wissen, worauf Sie sich einlassen.
Abschlusskosten (Alpha-Kosten)
In der Regel fallen rund 2,5 Prozent der gesamten Bewertungssumme als Vertriebs- und Abschlusskosten an. Das ist ein Batzen Geld, der direkt vom Kapital abgezweigt wird.
Beispielrechnung: Bei einer monatlichen Sparrate von 500 Euro über 30 Jahre (also 180.000 Euro Gesamtbeitragssumme) würden Abschlusskosten von 4.500 Euro anfallen. Diese werden nicht sofort abgezogen, sondern über die ersten Jahre „gestreckt“ – typischerweise über 5 bis 10 Jahre.
Die Abschlusskosten decken die Beratung, die Antragsbearbeitung, die Police und die ersten Verwaltungskosten ab. Kritiker sagen, dass 2,5 Prozent zu hoch sind – Befürworter argumentieren, dass dafür eine umfassende Beratung und langfristige Betreuung inklusive ist.
Verwaltungskosten in der Ansparphase
Während der Ansparphase berechnet die Württembergische jährliche Verwaltungskosten. Diese liegen bei etwa 0,6 bis 0,8 Prozent des angesparten Kapitals pro Jahr. Dazu kommen die Fondskosten (TER), die je nach gewähltem Fonds zwischen 0,15 Prozent (günstige ETFs) und 1,5 Prozent (teure aktiv gemanagte Fonds) liegen können.
Gesamtkostenbeispiel:
- Verwaltungskosten Versicherer: 0,7 %
- Fondskosten (ETF-Dachfonds): 0,45 %
- Gesamtkosten pro Jahr: 1,15 %
Das ist im Branchenvergleich okay, aber nicht Spitze. Günstige Online-Versicherer kommen teilweise auf Gesamtkosten unter 1 Prozent.
Verwaltung in der Rentenphase
Sobald die Basisrente auszahlt, behält der Versicherer 2 Prozent der jeweiligen Rente für die Verwaltung ein. Der Marktstandard liegt eher bei 1,5 Prozent.
Beispiel: Bei einer monatlichen Rente von 1.000 Euro behält die Württembergische 20 Euro ein – Sie erhalten also netto 980 Euro. Über 20 Jahre Rentenlaufzeit summiert sich das auf 4.800 Euro.
Die Württembergische argumentiert, dass die höheren Verwaltungskosten in der Rentenphase durch zusätzliche Serviceleistungen gerechtfertigt sind: regelmäßige Rentenanpassungen, Hinterbliebenenbetreuung, Steuerberatung bei der Rente.
Fondskosten – die gute Nachricht
Hier gibt es gute Nachrichten. Die Württembergische hat bei einigen Fonds die laufenden Kosten von 1,45 Prozent auf 0,60 Prozent effektiv gedrückt. Das gilt insbesondere für die hauseigenen Fonds und den ETF-Dachfonds.
Wenn Sie externe Fonds wählen, zahlen Sie in der Regel die volle TER des Fonds plus eine kleine Verwaltungsgebühr des Versicherers (etwa 0,1 bis 0,2 Prozent).
ℹ️ Der Spar-Trick: Wer den Mindestbeitrag einzahlt und das eigentliche Spargut über Zuzahlungen (ab 250 Euro möglich) in den Vertrag schiebt, profitiert von geringeren Verwaltungskostenabzügen auf diese Einmalbeträge. Das drückt die Gesamtbelastung spürbar.
So funktioniert’s: Sie vereinbaren einen monatlichen Mindestbeitrag von 50 Euro (darauf fallen die vollen Abschlusskosten an). Zusätzlich zahlen Sie einmal jährlich 5.000 Euro als Zuzahlung ein. Auf diese Zuzahlung fallen deutlich geringere Kosten an – oft nur 1 bis 1,5 Prozent statt 2,5 Prozent. Bei größeren Summen lohnt sich das enorm.
Steuervorteile und Höchstbeiträge 2026 im Rürup-Vertrag
Der eigentliche Treiber für die Basisrente ist das Finanzamt. Die Beiträge fließen in den Topf der Sonderausgaben. Die folgende Tabelle zeigt, wie sich der Förderbetrag in den kommenden Jahren entwickelt – wichtig für die langfristige Planung Ihrer Altersvorsorge.
| Jahr | Absetzbarkeit (Singles) | Absetzbarkeit (Verheiratete) | Maximale Steuerersparnis (42 % Grenzsteuersatz) |
|---|---|---|---|
| 2026 | 100 % von 30.826 € | 100 % von 61.652 € | 12.947 € / 25.894 € |
| 2027 | 100 % von 32.400 € (Prognose) | 100 % von 64.800 € (Prognose) | 13.608 € / 27.216 € |
| 2028 | 100 % von 34.000 € (Prognose) | 100 % von 68.000 € (Prognose) | 14.280 € / 28.560 € |
| 2029 | 100 % von 35.700 € (Prognose) | 100 % von 71.400 € (Prognose) | 14.994 € / 30.000 € |
| 2030 | 100 % von 37.500 € (Prognose) | 100 % von 75.000 € (Prognose) | 15.750 € / 31.500 € |
Hinweis: Die Werte steigen jährlich. Wichtig ist, dass Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder in Versorgungswerke vom Höchstbetrag abgezogen werden müssen. Wenn Sie also bereits 10.000 Euro in die gesetzliche Rentenversicherung zahlen, können Sie nur noch 20.826 Euro (Single) zusätzlich als Basisrente absetzen.
Wie die Steuerersparnis konkret funktioniert
Die Beiträge zur Württembergischen Basisrente werden als Sonderausgaben behandelt. Das bedeutet: Sie mindern Ihr zu versteuerndes Einkommen. Wie viel Sie konkret sparen, hängt von Ihrem persönlichen Grenzsteuersatz ab.
Beispiel: Selbstständiger, 45 Jahre, zu versteuerndes Einkommen 80.000 Euro, Grenzsteuersatz 42 %. Er zahlt 20.000 Euro im Jahr in die Württembergische Rürup Rente.
- Absetzbarer Betrag: 20.000 Euro (voll absetzbar in 2026)
- Neues zu versteuerndes Einkommen: 60.000 Euro
- Steuerersparnis: 20.000 × 42 % = 8.400 Euro
- Effektive Kosten der Basisrente: 20.000 – 8.400 = 11.600 Euro
Das entspricht einer sofortigen „Rendite“ von 42 Prozent – besser als jede Geldanlage!
Aber Achtung: Nachgelagerte Besteuerung
Die Steuerersparnis heute hat ihren Preis: Die Rente wird später versteuert. Ab 2026 sind 100 Prozent der Rürup-Rente steuerpflichtig. Der Steuersatz im Alter ist aber meist niedriger als während der Erwerbsphase – und Sie haben nur den Ertragsanteil zu versteuern (bei Rentenbeginn mit 67 sind das etwa 80-85 Prozent der Rente).
Flexibilität, Entnahmen und das Kapitalwahlrecht
Hier scheiden sich oft die Geister. Die Württembergische wirbt bei ihrer PrivatRente Genius Vorsorge damit, dass man bis zu 20.000 Euro pro Jahr steuerfrei entnehmen kann und zum Rentenbeginn eine Kapitalauszahlung möglich ist.
Achtung: Das gilt ausschließlich für die private, ungeförderte Rente!
Sobald der Vertrag als Basisrente (Rürup Rente) zertifiziert ist, greift das Gesetz. Es gibt vor dem Rentenbeginn keine Auszahlungsmöglichkeit, kein Kapitalwahlrecht und keine Darlehensentnahme. Das Kapital ist strikt zweckgebunden für die lebenslange monatliche Rente. Wer diese Flexibilität braucht, muss zur PrivatRente greifen – verzichtet dann aber auf die massiven Steuervorteile der Rürup Rente.
Was Sie mit der Württembergischen Basisrente nicht machen können:
- ❌ Vorzeitige Kündigung (das Geld ist bis zur Rente gesperrt)
- ❌ Kapitalauszahlung (auch nicht teilweise)
- ❌ Beleihung des Vertrags (kein Darlehen möglich)
- ❌ Beitragsaussetzung ohne Konsequenzen (Beitragsfreie Stellung möglich, aber das Kapital wächst dann nicht weiter)
- ❌ Vererbung des Kapitals (nur die Hinterbliebenenrente ist vererbbar)
Was Sie mit der Württembergischen Basisrente machen können:
- ✅ Beitragsfreie Stellung (Sie zahlen keine Beiträge mehr, das angesparte Kapital bleibt erhalten und wird weiter angelegt)
- ✅ Beitragsänderung (Sie können die Sparrate erhöhen oder senken – innerhalb gewisser Grenzen)
- ✅ Fondswechsel (Sie können die Anlagestrategie anpassen)
- ✅ Nachversicherung (bei bestimmten Lebensereignissen können Sie die Rente erhöhen)
- ✅ Rentenbeginn vorziehen oder verschieben (innerhalb gewisser Grenzen, typischerweise zwischen 62 und 67)
Nachversicherungsgarantien – Anpassung an Lebensereignisse
Die Württembergische bietet wie viele andere Versicherer auch Nachversicherungsgarantien an. Das bedeutet: Bei bestimmten Lebensereignissen können Sie die Basisrente erhöhen – ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Typische Nachversicherungsanlässe:
- Heirat: Erhöhung um bis zu 20 % der ursprünglichen Rente
- Geburt eines Kindes: Erhöhung um bis zu 15 % pro Kind
- Selbstständigkeit: Wenn Sie vom Angestellten zum Selbstständigen wechseln, können Sie die Rente um bis zu 30 % erhöhen
- Einkommenssteigerung: Bei Gehaltserhöhungen von mehr als 10 % können Sie die Rente proportional erhöhen
- Immobilienkauf: Erhöhung um bis zu 10 % bei Erwerb einer selbstgenutzten Immobilie
Wichtig: Die Nachversicherung muss innerhalb von 6 Monaten nach dem Ereignis beantragt werden. Danach verfällt das Recht. Die Erhöhung ist zudem begrenzt auf den dann gültigen Höchstbeitrag für Basisrenten.
Hinterbliebenenschutz in der Württembergischen Rürup Rente
Eine Basisrente ohne Hinterbliebenenschutz wäre für viele unattraktiv – schließlich will man nicht, dass das angesparte Kapital verloren ist, wenn man früh stirbt. Die Württembergische bietet verschiedene Optionen:
Renten garantiert (Mindestrentenzahlung)
Bei Vertragsabschluss können Sie eine garantierte Rentenzahlungsdauer vereinbaren – typischerweise 10, 15 oder 20 Jahre. Sterben Sie vor Ablauf dieser Frist, erhält Ihr Hinterbliebener die Rente bis zum Ende der Garantiezeit weiter.
Kosten: Die garantierte Rentenzahlung kostet etwa 5 bis 10 Prozent Ihrer monatlichen Rente. Bei einer Rente von 1.000 Euro zahlen Sie also 50 bis 100 Euro weniger monatlich.
Witwen-/Witwerrente
Sie können eine lebenslange Hinterbliebenenrente für Ihren Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner vereinbaren. Diese beträgt in der Regel 60 Prozent Ihrer eigenen Rente.
Voraussetzung: Die Ehe/Lebenspartnerschaft muss bereits bei Vertragsabschluss bestehen oder später geschlossen werden (dann gilt die Nachversicherungsgarantie).
Kosten: Die Witwenrente kostet etwa 10 bis 15 Prozent Ihrer monatlichen Rente.
Waisenrente
Für Ihre Kinder können Sie eine Waisenrente bis zum 27. Lebensjahr (bei Ausbildung/Studium) vereinbaren. Diese beträgt typischerweise 10 bis 20 Prozent Ihrer Rente pro Kind.
Für wen eignet sich die Württembergische Rürup Rente?
⭐ Perfekt für …
- Selbstständige mit hohen Gewinnen: Die Württembergische Basisrente ist ideal, um die Steuerlast sofort zu senken und gleichzeitig von den Börsenrenditen der über 60 Fonds zu profitieren. Wer 30.000 Euro oder mehr im Jahr investieren kann, holt sich über den Steuerspareffekt eine sofortige Rendite von 30 bis 45 Prozent.
- Gutverdienende Angestellte: Wer die 30.826 Euro (2026) voll ausschöpfen kann, holt sich über den Steuerspareffekt eine sofortige „Rendite“ von bis zu 40 Prozent. Besonders attraktiv für Angestellte, die bereits die maximale Riester-Förderung ausgeschöpft haben und keine betriebliche Altersvorsorge nutzen.
- Nachhaltigkeits-Fans: Die zertifizierten ESG-Fonds passen gut zu Anlegern, die ihr Altervorsorge-Gewissen beruhigen wollen. Die Württembergische bietet hier eine der breitesten Auswahl am Markt.
- Fonds-Profis: Wer sich mit Kapitalanlagen auskennt und seine Strategie selbst steuern will, findet bei der Württembergischen die nötige Flexibilität. Über 60 Fonds und ein ETF-Dachfonds bieten genug Spielraum für individuelle Strategien.
Was die Württembergische Basisrente nicht kann (Contra)
- Keine klassische Sicherheit mehr: Wer eine garantierte Verzinsung sucht, ist hier falsch. Der Ausstieg aus dem klassischen Neugeschäft bedeutet: Volle Marktexposition. Auch der Hybrid-Tarif bietet keine Beitragsgarantie mehr.
- Hohe Abschlusskosten: 2,5 Prozent sind viel. Direktbanken oder reine Fondsversicherungen ohne Vertriebsaufschlag sind hier deutlich günstiger. Wer nur 200 Euro im Jahr spart, für den fressen die Abschlusskosten die Rendite komplett auf.
- Rentenfaktor-Diskussion: Wie bei fast allen Versicherern gibt es auch bei der Württembergischen Diskussionen um die Anpassung von Rentenfaktoren. Ein aktuelles BGH-Urteil (erstritten von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg) hat gezeigt, dass einseitige Kürzungen oft unwirksam sind. Das schützt Bestandskunden, zeigt aber, dass die Garantien in der Auszahlphase unter Druck stehen.
- Keine Flexibilität: Das Geld ist bis zur Rente gesperrt. Wer zwischendurch an das Kapital muss (z.B. für Immobilienkauf, Unternehmensgründung), hat keine Möglichkeit. Das ist der Preis für die Steuervorteile.
- Hohe Verwaltungskosten in der Rentenphase: 2 Prozent sind im Vergleich zu Mitbewerbern (oft 1,5 %) teuer. Bei einer Rente von 2.000 Euro sind das 40 Euro im Monat – über 20 Jahre summiert sich das auf fast 10.000 Euro.
Württembergische BasisRente vs. Wettbewerber – der direkte Vergleich
Wie schlägt sich die Württembergische im Vergleich zur Konkurrenz? Hier ein kurzer Überblick:
| Kriterium | Württembergische | Allianz | Alte Leipziger | WWK |
|---|---|---|---|---|
| Fondsauswahl | 60+ Fonds + ETF-Dachfonds | 100+ Fonds | 50+ Fonds | 70+ Fonds |
| Abschlusskosten | 2,5 % | 2,5-3,0 % | 2,0-2,5 % | 2,0 % |
| Verwaltungskosten (Anspar) | 0,6-0,8 % | 0,7-0,9 % | 0,5-0,7 % | 0,5-0,7 % |
| Verwaltungskosten (Rente) | 2,0 % | 1,5-2,0 % | 1,5 % | 1,5 % |
| Hybrid-Tarif | Ja (ABRH) | Ja | Ja | Nein |
| Nachhaltige Fonds | Zertifizierte ESG-Liste | Breite ESG-Auswahl | ESG-Fokus | Nachhaltige Optionen |
| Rating (Fitch) | A+ | AA- | A+ | A |
Fazit: Die Württembergische liegt im Mittelfeld – nicht die günstigsten Kosten, aber auch nicht die teuersten. Die Fondsauswahl ist solide, aber nicht marktführend. Was die Württembergische auszeichnet, ist die Kombination aus Hybrid-Option und reiner Fondslösung – nicht jeder Anbieter bietet beides.
Häufige Fragen zur Württembergischen Basisrente Genius
Kann ich mir vor der Rente Geld aus der Württembergischen Rürup Rente auszahlen lassen?
Nein. Das ist gesetzlich verboten. Die Basisrente ist ein reiner Rentenvertrag. Sie können weder kündigen, noch sich das Kapital auszahlen lassen, noch es beliehen. Das ist der Preis für die Steuervorteile. Einzige Ausnahme: Bei sehr kleinen Vertragswerten (unter 1.500 Euro) kann der Versicherer das Kapital auszahlen – aber das betrifft die wenigsten Verträge.
Wie hoch sind die Abschlusskosten bei der Genius BasisRente?
In der Regel kalkuliert die Württembergische mit rund 2,5 Prozent der Gesamtbeitragssumme als Alpha-Kosten. Das ist branchenüblich für den klassischen Außendienst, aber im Vergleich zu reinen Online-Lösungen teuer. Bei einer Beitragssumme von 100.000 Euro (z.B. 300 Euro monatlich über 30 Jahre) wären das 2.500 Euro Abschlusskosten.
Welche Fonds kann ich in der Württembergischen Basisrente FBRH wählen?
Sie haben Zugriff auf über 60 Einzelfonds. Besonders beliebt ist der hauseigene ETF-Dachfonds, der zu 70 Prozent gewichtet wird. Zudem gibt es eine Liste mit über 20 aktiv gemanagten und nachhaltigen Fonds. Die komplette Fondsliste finden Sie im Fondsflyer der Württembergischen – oder Ihr Berater stellt sie Ihnen zusammen.
Lohnt sich die Württembergische Rürup Rente auch für Geringverdiener?
Eher nein. Wenn Sie nur den Mindestbeitrag zahlen (typischerweise 25-50 Euro monatlich) und keine nennenswerten Steuervorteile haben (weil Ihr Grenzsteuersatz niedrig ist), fressen die Abschlusskosten von 2,5 Prozent und die 2 Prozent Verwaltungskosten in der Rentenphase zu viel Rendite auf. Für Geringverdiener ist ein ETF-Sparplan meist die bessere Wahl – oder die Riester-Rente, wenn Sie förderberechtigt sind.
Was passiert mit der Garantie im Tarif ABRH?
Der Tarif ABRH wird als Hybrid-Variante geführt. Es gibt keine klassische Beitragsgarantie mehr. Stattdessen setzt die Württembergische auf eine geschickte Mischung aus Schwankungsrückstellungen und Fonds. Sie partizipieren am Markt, haben aber einen gewissen Puffer gegen Crashs. In der Praxis bedeutet das: In guten Jahren werden Überschüsse zurückgelegt, in schlechten Jahren wird aus diesen Rücklagen zugeschossen. Eine Garantie im klassischen Sinne ist das aber nicht.
Kann ich die Württembergische Basisrente kündigen?
Theoretisch ja, praktisch sollten Sie es nicht tun. Bei Kündigung erhalten Sie nur den Rückkaufswert – und der liegt in den ersten Jahren oft deutlich unter den eingezahlten Beiträgen. Grund: Die Abschlusskosten werden bei Kündigung sofort fällig. Besser: Beitragsfreie Stellung. Dann zahlen Sie keine Beiträge mehr, aber das angesparte Kapital bleibt erhalten und wird weiter angelegt.
Wie funktioniert die Verrentung bei der Württembergischen?
Zum Rentenbeginn (typischerweise mit 67, aber flexibel zwischen 62 und 70 wählbar) wird Ihr angespartes Kapital in eine lebenslange Rente umgewandelt. Dafür nutzt die Württembergische einen Rentenfaktor, der auf der Sterbetafel und dem dann gültigen Rechnungszins basiert. In 2026 liegt der Rentenfaktor bei etwa 35-40 Euro Rente pro 10.000 Euro Kapital – abhängig von Ihrem Alter und Geschlecht.
Beispiel: Sie haben 150.000 Euro angespart. Bei einem Rentenfaktor von 38 Euro erhalten Sie eine monatliche Rente von 150.000 / 10.000 × 38 = 570 Euro.
Ist die Württembergische Basisrente sicher?
Die Württembergische Lebensversicherung AG hat ein Fitch-Rating von A+ (Stand 2025) – das ist sehr gut. Das bedeutet: Die Wahrscheinlichkeit, dass der Versicherer zahlungsunfähig wird, ist extrem gering. Zudem sind Lebensversicherer in Deutschland streng reguliert und müssen hohe Sicherheitsreserven bilden. Ihr Kapital ist also sicher – aber: Die Rendite ist nicht garantiert, da fondsgebunden.
Württembergische BasisRente Genius – passt das zu Ihrer Steuerstrategie?
Wir prüfen, wie viel Steuerersparnis Sie mit der Württembergischen Rürup Rente (2026) konkret erzielen – und ob die hohen Abschlusskosten durch die Steuervorteile wettgemacht werden.
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